Indikationen
Hunde können, gleich wie Menschen, auch Schmerzen oder Störungen am Bewegungsapparat haben. Das äussert sich in Schmerz, Steifheit oder Unwohlsein. Sie können das am Verhalten vom Hund auch gut merken. Wenn Sie ein oder mehrere der untenstehenden Fragen mit „ja“ beantworten können, kann es sein, dass eine physiotherapeutische Behandlung angezeigt ist.
- Bewegt der Hund sich in der letzten Zeit steifer oder lahmt es?
- Hat der Hund Schwierigkeiten mit Aufstehen, z.B. Anlaufschwierigkeiten, oder nach Aktivität?
- Hat der Hund vor kurzem einen Operation gehabt (z.B. Hüfte, Knie, Rücken, Ellbogen oder Knochenbrüche?)
- Hat der Tierarzt die Diagnose Arhtrose (Abnützung), Spondylose, Hernia oder Hüftdysplsie (HD), Ellbogendysplasie (ED, LPC, LPA) oder OCD gestellt?
- Stolpert der Hund häufig oder macht er öfter Misstritte?
- Liegt oder sitzt der Hund langsamer ab?
- Hat der Hund kurzlich eine Verletzung gehabt?
- Zeigt der Hund Leistungsabfall? (Sporthunde, Jagdhunde)
- Ist der Hund empfindlich am Rücken beim Bürsten oder steht er mit krummem Rücken?
- Hat der Hund eine Muskelschwäche?
- Sitzt der Hund auf einer Gesässhälfte eingesackt?
- Hat der Hund Mühe mit ein- oder aussteigen vom Auto? / Hoch oder runterspringen vom Sofa?
- Läuft der Hund mit steifen Pfoten?
- Braucht der Hund Schmerzmittel oder Entzündungshemmer?
- Hat das Verhalten des Hundes sich verändert ohne deutlichen Grund? (z.B. trödeln, schnelle Reizbarkeit, Pfoten abschlecken, zurückgezogen, hecheln. weniger Lebhaft)
Weitere Indikationen für Therapie sind
- Verletzungen an Sehnen, Bändern, Kapseln und Gelenken oder Schleimbeutel durch Überbelastung oder äussere Faktoren (Unfälle).
- Rehabilitation nach einer Operation (Aufbau, schlechte Wundheilung, Verklebungen der Narbe)
- Arthrose, Altersbeschwerden, Rheumatische Beschwerden (chronische Beschwerden)
- präventiv, zur Vorbeugung (check-up)
- Rücken und Halsproblematik (Steifheit, Arthrose, Spondylose, Hernia/ Bandscheibenvorfall, (lumbosacrale-) Instabilität, Stenosen, Ataxie)
- Schwellungen
- verspannte Muskulatur
- Probleme beim Wasserlösen (das Bein hochheben)
- Probleme beim Kot absetzen (Rücken nicht aufwölben können)
- Kraftsverlust, Lähmungserscheinungen, Inkontinenz
- Prävention/ zur Vorbeugung; jährliche Sportuntersuchung (Agility, Jagd, Schutzdienst)
Der/ Die Tierphysiotherapeut(in) kann die Ursache solcher Probleme feststellen. Jedoch empfehle ich Ihnen, bei oben genannter Problematik, zuerst mit einem (spezialisierten) Tierarzt Kontakt auf zu nehmen um auszuschliessen das keine andere Krankheit vorliegt. Nach Absprache mit Ihnen und Ihrem Tierarzt und die Tierphysiotherapeut(in) kan Physiotherapie durchgeführt werden um die Lebensqualität Ihres Hundes zu verbessern.
Ablauf einer Behandlung
Beim ersten Termin werde ich den Hund ausfürhlich untersuchen.
Zuerst versuche ich mittels gezielten Fragen an den Besitzer mir ein Bild zu machen; Klarheit zu schaffen über die Beschwerden. Danach schaue ich den Hund im Stehen und in Bewegung genau an. An Hand der Ergebnisse untersuche ich Gelenke, Wirbelsäule, Muskeln und Bänder. Nach der Untersuchung wird ein Behandlungsplan erstellt und die Therapie – auf die Bedürfnisse des Hundes abgestimmt/ angepasst- durchgeführt. Anschliessend wird eine Einschätzung gemacht bezüglich Anzahl und Frequenz der Behandlungseinheiten.
Nach jeder Behandlung wird mit dem Besitzer besprochen wie er/ sie die Behandlung positiv unterstützen kann: was kann den Besitzer selber machen bei seinem Hund, welche Übungen sollte der Hund machen und was darf im Moment gerade nicht gemacht werden. Bei jedem neuen Termin wird evaluiert welche Veränderungen es seit dem letzten Termin gegeben hat und wie der Behandlungsablauf an die veränderte Situation angepasst werden kann.
In den meisten Fällen zeigt sich bereits nach einigen Behandlungen eine deutliche Verbesserung. Sollte das nicht der Fall sein, wird das rechtzeitig mit dem Besitzer besprochen.
Bei chronischen Beschwerden kann man auch sogenannte „Unterhaltsbehandlungen“ machen, z.B. regelmässig einen Physiotherapietermin „zum Unterhalt“.
Eventuell kann –auf Wunsch des Besitzers oder des Tierarztes- eine schriftliche Rückmeldung an den Tierarzt geschickt werden über den physiotherapeutischen Befund, die Behandlungen und das Resultat.
